„Senza Confini – Brez Meja – Ohne Grenzen“

Unter diesem Motto stand die Bewerbung um die Olympischen Winterspiele 2006 mit Wettkampfstätten im Dreiländereck Österreich – Italien – Slowenien. Warum diese Bewerbung keinen Erfolg hatte, mag viele Gründe haben – unbestritten ist jedoch, dass es nach wie vor wichtig ist (vielleicht wichtiger als je zuvor), ihren Slogan in den Mittelpunkt zu stellen. Nirgends wird das so deutlich wie an jenem Punkt, an dem die drei Länder, die drei Regionen Kärnten – Friuli Venezia Giulia – Gorenjska und die drei großen europäischen Sprachgruppen germanisch – romanisch – slawisch zusammenkommen – am Dreiländereck.

Dieses liegt in einem kleinen, gemütlichen Schigebiet, das über Arnoldstein leicht erreichbar ist. Der Sessellift von Seltschach auf die gleichnamige Alm ist auch im Sommer im Betrieb. Wanderer sind im Winter ebenso willkommen, eine Berg- und Talfahrt ohne Schi kostet aktuell (Jänner 2017) 14 Euro pro Person. Darin inkludiert sind Kaffee und Kuchen im Restaurant an der Bergstation.

Dreiländereck - Sessellift Bergstation

Wir nutzten diese Gelegenheit, um dem Nebel im Tal zu entfliehen. Oben angekommen empfing uns strahlender Sonnenschein und ein herrliches Bergpanorama.

Dreiländereck - Blick zum Dobratsch

Der nächste Hügel Richtung Westen ist das Dreiländereck, leicht erkennbar durch die dort befindlichen Sendemasten. Am Rande der Schipisten waren wir nach einem Fußmarsch von ungefähr einer halben Stunde dort.

Dreiländereck - Auf dem Weg zum Gipfel

Am Gipfel des Dreiländerecks (oder: Ofen) – Monte Forno – Peč in 1.508 Meter Seehöhe machten wir uns sofort auf die Suche nach dem Grenzpunkt. Dieser ist zwar leicht zu finden, die Oberfläche des Steins und die darauf befindliche Markierung sind aber leicht verwittert.

Dreiländereck - Grenzstein

Wir ließen den Blick in die Gegend schweifen und fanden, dass dies eine tolle Symbolik darstellt: Egal, in welche Richtung wir schauen, die Grenzen verschwinden.

Panorama Dreiländereck Richtung Österreich
Dreiländereck - Blick Richtung Slowenien

In diesem Sinn wollen wir den Blog starten. Wir wollen über die Grenzen der Länder, Regionen und Sprachen hinweggehen, möchten die Grenzen des Bekannten überschreiten und so Neues entdecken. Und wo lässt sich das besser beginnen als am Dreiländereck? Dort, wo die Grenzen sichtbar und gleichzeitig unsichtbar sind.

Dreiländereck - Marterl
Dreiländereck - Baum

Für Informationen zu Liftbetrieb und weiteren Aktivitäten am und um das Dreiländereck empfiehlt sich die Webseite www.3laendereck.at.

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